Praxis


Herzlich Willkommen

Ich freue mich, Sie auf unserer Homepage begrüßen zu dürfen.

Wir arbeiten mit der Motivation des Menschen.
Unser Erfolg beruht auf der ganzheitlichen Behandlung des Patienten. Die angebotenen Aktionen sollen Ihnen wieder Sinn- und Freudvolles Handeln ermöglichen. Unser Ziel ist es, ein Leben mit größtmöglicher Selbstständigkeit für sie zu erreichen.

Belastungen aus Beruf, Schule und Familie werden reduziert und der Alltag kann wieder freudvoll und unbeschwert erlebt werden. In meiner Praxis werden Menschen jeglicher Altersstufe behandelt. Ganz wichtig ist dabei die verständnisvolle Beziehung zum Patienten.

In der Regel arbeiten wir eng verzahnt mit den niedergelassenen Ärzten zusammen. Bei Kindern ist ebenso der Austausch mit anderen Berufsgruppen (Physiotherapeuten, Logopäden) und Einrichtungen (Kindergarten, Schule) für die bestmögliche Entwicklung sehr bedeutsam

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in unserer Praxis.

Ihr Praxisteam

Wir therapieren im Bereich  Pädiatrie, Psychiatrie, Neurologie, Orthopädie, Reumatologie

Unser Team


Elfriede Lott

Seit 1990 - staatlich anerkannte Ergotherapeutin

1991 - 1995 - Paul-Lechler Krankenhaus, Tübingen
1995 - 1997 - Freie Mitarbeiterin, Ergotherapiepraxis in Tübingen
1997 - 2007 - Ergotherapiepraxis in Herrenberg
2007 - 2015 - Praxis für Ergotherapie in Hirrlingen
seit 01. August 2015 - Praxis in Starzach- Wachendorf

Elfriede Lott

Geboren am 20.01.1960,
Mutter eines Sohnes

- staatlich anerk. Ergotherapeutin
- Lerntherapeutin

1999
Fortbildung, Sensorische Integration, Kinderzentrum Maulbronn
1998
Hemiplegie Bobath 24-Stunden-Konzept, Hannover
2001
Zusatzausbildung als Lerntherapeutin (Lese-Rechtschreibschwäche und Rechenschwäche), Ulm
2009
Hemiplegie Behandlung der oberen Extremität, Reutlingen


Lisa Kanarjow

Geboren am 14.10.1983,
Mutter von 2 Söhnen

- staatlich anerk. Ergotherapeutin

2009
Calwer-Modell Präventionskonzept für Kinder im Vorschulalter / Kompetenznetzwerk ADHS, Tübingen / Bobath-24-Stunden-Konzept
2010
Hemiplegie Behandlung der oberen Extremitäten
2012
Die Feldenkreis-Methode





Jessica Waidmann

Geboren am 20.03.1985,
1 Tochter und 1 Sohn

- staatlich anerk. Ergotherapeutin

2014
Tonus Training
2013
Easy Tape
2013
Marburger Konzentrationstraining










Pädiatrie


ERGOTHERAPIE FÜR KINDER UND JUGENDLICHE

Ergotherapie kommt bei Kindern und Jugendlichen angefangen vom Säuglingsalter zum Einsatz, wenn sie in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind und damit eine Beeinträchtigung der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben des Kindes und seiner Familie droht oder bereits besteht.

Da die Ergotherapie grundsätzlich klientenzentriert ausgerichtet ist, sind die folgenden Erläuterungen immer nur Beispiele. Für jeden einzelnen der jungen Patienten werden anhand der ärztlichen Diagnose und der ergotherapeutischen Anamnese (Befunderhebung) Wege der Intervention (Behandlung und Beratung, auch zur Prävention) verfolgt.

Im Bereich der Pädiatrie ist der Einbezug der Angehörigen und Bezugspersonen in allen Fragen der Behandlung von höchster Bedeutung. Ziel ist immer die größtmögliche Förderung des Kindes, seiner altersgemäßen Entwicklung von Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit.

Krankheitsbilder und Diagnosen

Häufig bestehen Störungen des Bewegungsablaufs in Folge von Hirnschädigungen, vielfach auch Entwicklungsstörungen motorischer Funktionen (Grobmotorik und Feinmotorik). Hierdurch ist oft die Koordination beeinträchtigt, sodass Tätigkeiten nur bedingt oder überhaupt nicht ausgeführt werden können. Sinnesbehinderungen und Beeinträchtigungen der kognitiven Entwicklung im Zusammenhang mit Wahrnehmungsstörungen, z. B. auditive Wahrnehmung (Hörfähigkeit) und visuelle Wahrnehmung (Sehfähigkeit), führen wiederum zu Störungen in der Sozialentwicklung und Kommunikationsfähigkeit. Das große Spektrum der Krankheitsbilder und Diagnosen in der Pädiatrie beinhaltet sowohl pränatale (vorgeburtliche) Syndrome (z. B. Trisomie 21) als auch psychische Erkrankungen (z. B. Essstörungen) und bietet viele Entwicklungschancen, die in der Ergotherapie genau erfasst und verfolgt werden.

Therapieziele und Aufgaben

• Identifizierung der Probleme des Kindes bei der Betätigung in Alltag, Kindergarten/Schule und Freizeit
• Festlegung konkreter Behandlungsziele (je nach Alter) gemeinsam mit dem Kind und seiner Familie und anderen Bezugspersonen
• Genaue Beobachtung und Förderung körperlicher und kognitiver (geistiger) Fähigkeiten des Kindes
• Genaue Beobachtung der auf das Kind einwirkenden Umwelteinflüsse (Umweltfaktoren), einschließlich der Interaktionen zwischen Kind und Eltern
• Unterstützung von Handlungen und Handlungsmöglichkeiten des Kindes (besonders unter Berücksichtigung von alterstypischen und individuellen Entwicklungsfortschritten)
• Förderung von psychischer Stabilität und Selbstvertrauen (z. B. bei Essstörungen)
• Förderung sozialer Kompetenzen (z. B. bei Autismus)
• Unterstützung kognitiver Funktionen (z. B. Konzentration und Merkfähigkeit, Orientierung zu Person, Zeit und Raum, Wahrnehmungsselektion und -verarbeitung)
• Unterstützung körperlicher Funktionen (Beweglichkeit und Geschicklichkeit

Behandlungsansätze und Methoden

Neuere Behandlungsformen (u.a. auf Basis der Neurowissenschaften) wie das Neuromotor-Task-Training (NTT) oder die Cognitive Orientation to daily Occupational Performance (CO-OP) ergänzen zunehmend langjährig erfolgreiche Behandlungskonzepte wie die Sensorische Integrationstherapie (SI) oder Therapien nach Bobath oder Frostig. Die Beratung und Begleitung der Eltern erfolgt in Form von Gesprächen oder der Anleitung gemeinsamer Aktivitäten. Es werden Informationen bereitgestellt und Problemlösungen erarbeitet, in Kooperation mit den jeweiligen betreuenden Stellen.

(Copyright: Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V.)

Neurologie


ERGOTHERAPIE IN DER NEUROLOGIE

Die Neurologie ist einer der größten medizinisch-therapeutischen Fachbereiche. Sie befasst sich mit Erkrankungen des Zentralnervensystems, also des Gehirns und des Rückenmarks, und mit Verletzungen des peripheren Nervensystems.

Patienten mit neurologischen Beeinträchtigungen erfahren vielfältige Einschränkungen ihrer Handlungsfähigkeit in allen Lebensbereichen. Um die Betroffenen zu größtmöglicher Selbstständigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe zu befähigen, bedient sich die Ergotherapie aktueller Erkenntnisse der Neurowissenschaften und anderer Bezugsdisziplinen zur Entwicklung differenzierter Testverfahren und effektiver Behandlungsmethoden.

Krankheitsbilder und Diagnosen

Schädigungen des Nervensystems sind bedingt durch akute Ereignisse, wie z. B. Schlaganfall, Schädel-Hirntrauma und Cerebralparesen, oder durch chronische neurologische Erkrankungen, beispielsweise M. Parkinson oder Multiple Sklerose (Encephalomyelitis disseminata). Sie können vielfältige Funktionseinschränkungen, wie Lähmungen, Sensibilitätsstörungen oder kognitive Beeinträchtigungen bewirken. Es stellt sich ein großes Spektrum von Symptomen dar, die in der ergotherapeutischen Diagnostik im Hinblick auf die Alltagsbewältigung analysiert und ganzheitlich behandelt werden. Gegebenenfalls geschieht dies in enger Zusammenarbeit mit einem interdisziplinären Team.

Therapieziele und Aufgaben

Das Ziel der Ergotherapie ist es, Menschen mit neurologischen Einschränkungen bei der Durchführung von für sie bedeutungsvollen Tätigkeiten in den Lebensbereichen Selbstversorgung, Beruf und Freizeit/Erholung zu stärken. Die Fähigkeiten und Einschränkungen von Patienten, wie auch die Möglichkeiten und Anforderungen ihrer Umwelt werden als System verstanden und in ihrer Wechselwirkung berücksichtigt.

Mögliche Therapieinhalte

• Wiederherstellung, Erhalt und Verbesserung funktioneller Bewegungen, Bewegungsmuster und Fertigkeiten (z. B. in den Bereichen Grob- und Feinmotorik, Gleichgewichtsfunktionen, Koordination, Tonusregulation, Körperwahrnehmung)
• Training von Alltagsfertigkeiten, z. B. im Hinblick auf die persönliche, häusliche und berufliche Selbstständigkeit
• Ausgleich und Minderung der Folgen von neuropsychologischen Einschränkungen, beispielsweise in den Bereichen Aufmerksamkeit, Handlungsplanung, Konzentration, Merkfähigkeit oder Gedächtnis sowie Entwicklung eines Störungsbewusstseins
• Auswahl und Training zweckmäßiger Kompensationsstrategien zur selbstständigen Alltagsbewältigung trotz vorhandener Einschränkungen
• Beratung, individuelle Anpassung, Herstellung und Erprobung geeigneter Hilfsmittel für die Selbstversorgung und eine verbesserte gesellschaftliche Teilhabe
• Ergonomische Wohnraum-, Arbeitsplatz- und Lebensumfeldanpassung für eine größtmögliche, ressourcenorientierte Handlungsfähigkeit
• Schulung und Beratung von Patienten und Angehörigen bezüglich möglicher Strategien, technischer Unterstützungsmöglichkeiten und sozialer Hilfen zur Integration ins persönliche Umfeld und zur weitgehend eigenverantwortlichen Alltagsbewältigung

(Copyright: Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V.)

Orthopädie


ERGOTHERAPIE IN DER ORTHOPÄDIE

Im Mittelpunkt der Ergotherapie in der Orthopädie stehen Klienten jeder Altersgruppe, die aufgrund von angeborenen, durch Unfälle verursachten oder durch chronische Erkrankungen hervorgerufenen Funktionsstörungen im Stütz- und Bewegungsapparat in ihrer Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit beeinträchtigt sind. Bei ergotherapeutischen Behandlungen in der Kinderorthopädie z.B. geht es auch um die Prävention (Vorbeugung) von Spätfolgen, bei Erwachsenen besteht oft das Ziel darin, die Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit zu ermöglichen, z.B. im Bereich der Handrehabilitation.

Da die Ergotherapie grundsätzlich klientenzentriert ausgerichtet ist (hier z.B. Erhebung der beruflichen Vorgeschichte), sind die folgenden Erläuterungen immer nur Beispiele. Für jeden einzelnen Patienten werden anhand der ärztlichen Diagnose und der ergotherapeutischen Anamnese (Befunderhebung) Wege der Intervention (Behandlung und Beratung, auch zur Prävention) verfolgt – immer mit dem Ziel größtmöglicher Selbstständigkeit und Lebensqualität.

In jedem Fall sind die individuellen Maßnahmen darauf ausgerichtet, die Handlungsfähigkeit zu fördern und eventuell notwendige Hilfsmittel anzubieten, einzusetzen und Kompensationsstrategien zu erlernen. Dem großen Spektrum der Funktionsstörungen stehen viele und vielseitige Behandlungsmöglichkeiten gegenüber.

Krankheitsbilder und Diagnosen

• Funktionsstörungen durch Verletzungen der Knochen, Muskeln, Sehnen und Nerven (vor allem am Rumpf und an den oberen Extremitäten)
• Krebserkrankungen (z.B. Tumore der Knochen, Muskeln oder Nerven)
• Bewegungseinschränkungen nach Amputationen
• Entzündliche und degenerative Gelenkerkrankungen (z.B. Rheuma, rheumatoide Arthritis, Arthrose)
• Angeborene Fehlbildungen (z.B. des Rumpfes und der oberen Extremitäten)
• Beeinträchtigungen infolge von Verbrennungen
• Erkrankungen der Wirbelsäule

Therapieziele und Aufgaben

Ausgehend von den individuellen Funktionsstörungen zielt die Förderung auf die Wiedergewinnung bzw. den Erhalt physiologischer/funktioneller Bewegungen, Bewegungsmuster und Fertigkeiten (z.B. in den Bereichen Koordination, Grob- und Feinmotorik, sensorische Wahrnehmung). Die Ergotherapie bietet spezielle Trainingsverfahren von bedeutungsvollen Handlungen, immer im Hinblick auf die persönliche, häusliche und berufliche Selbstständigkeit.

Behandlungsansätze und Methoden

• Übungen zur Beweglichkeit, Muskelkraft, Ausdauer und Koordination
• Belastungserprobung
• Beratung und Training zum Gelenkschutz
• Training mit Prothesen und anderen Hilfsmitteln
• Beratung, individuelle Anpassung und Herstellung geeigneter Hilfsmittel und deren Erprobung (z.B. spezielle Finger-, Hand- und Armschienen)
• Begleitung und Beratung in Bezug auf Probleme bei der Umsetzung erlernter Strategien in alltäglichen Anforderungssituationen (auch für Angehörige, Berufskollegen, Pflegedienst)
• Beratung in Fragen der räumlichen und sozialen Umweltfaktoren
• Kompensationstraining (z.B. Erlernen neuer Bewältigungsstrategien der Alltagsprobleme)

(Copyright: Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V.)

Psychiatrie


ERGOTHERAPIE IN DER PSYCHIATRIE UND PSYCHOSOMATIK

Die Psychiatrie und Psychosomatik ist heute – zusammen mit der Neurologie – einer der größten medizinisch-therapeutischen Fachbereiche, in dem die Ergotherapie sehr wirksam ihre speziellen Kompetenzen und Verfahren einbringen kann. Sie befasst sich hier mit Patienten aller Altersstufen und mit vielerlei psychiatrischen und psychosozialen Störungen, Beeinträchtigungen und zeitweiligen oder auch chronischen Erkrankungen.

Da die moderne psychiatrische Ergotherapie klientenzentriert ausgerichtet ist, sind die folgenden Erläuterungen stets beispielhaft und als Möglichkeit zu verstehen. Mit jedem einzelnen Patienten werden anhand der ärztlichen Diagnose und der ergotherapeutischen Befunderhebung Wege der Interventionen, d.h. Behandlung und Beratung sowie auch zur Prävention, vereinbart und verfolgt – immer mit dem Ziel größtmöglicher Selbstständigkeit, Teilhabe und Lebensqualität.

Krankheitsbilder und Diagnosen

Das große Spektrum der psychiatrischen Erkrankungen, Diagnosen und psychosozialen Störungen reicht von Angst- und Zwangsstörungen, Belastungs- und Anpassungsstörungen, Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen, affektiven Störungen wie Depressionen und Manien bis hin zu Psychosen sowie Suchterkrankungen u.a. Alkohol-, Drogen-, Medikamentenund (Glücks-)Spielsucht sowie Süchte der neuen Medien. In verschiedenen Lebensphasen der Patientinnen und Patienten können auch alterstypische Erkrankungen auftreten, u.a. können Entwicklungs- und Verhaltensstörungen mit Beginn in Kindheit und Jugend vorliegen, oder – häufig bei Menschen im höheren Lebensalter – demenzielle Syndrome und Mehrfacherkrankungen.

Eine ergotherapeutische Behandlung ist immer auch angezeigt, um einer drohenden oder weiteren Schädigung vorzubeugen (Prävention). In der Psychiatrie gelingt es oft, die Verarbeitung eines Krankheitsverlaufes oder einer Krisensituation zu unterstützen und so den Umgang mit einer Beeinträchtigung im Alltag zu verbessern.

Therapieziele, Methoden und Tätigkeitsfelder

Ermittlung, Stabilisierung, Förderung und (Wieder-)Herstellung von
• psychischen Grundleistungsfunktionen (u.a. Antrieb, Motivation, Belastbarkeit, Ausdauer)
• emotionalen Kompetenzen (u.a. psychische Stabilität, Gefühlsausdruck, Erlebnisfähigkeit)
• Introspektion und realitätsbezogener Selbst- und Fremdwahrnehmung und -einschätzung
• einem positiven Selbstbild, Selbstvertrauen und Ich-Stärke
• Kommunikations- und Interaktionsfähigkeit sowie sozialen Kompetenzen
• kognitiven Funktionen (u.a. Aufmerksamkeit, Konzentration und Merkfähigkeit)
• situationsgerechtem Verhalten sowie von arbeitsrelevanten Fähigkeiten (z.B. Pünktlichkeit, Flexibilität und Selbstorganisation)
• lebenspraktischen Fähigkeiten und Entwicklung von Strategien zur Selbstfürsorge, Selbstversorgung und Selbstständigkeit

(Copyright: Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V.)

Geriatrie


ERGOTHERAPIE IN DER GERIATRIE

Im Mittelpunkt der Geriatrie (Altersheilkunde) steht der alternde Mensch. Patienten dieser Altersgruppe leiden häufig unter komplexen Beeinträchtigungen ihrer Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit durch Mehrfacherkrankungen (Multimorbidität).

Daher bestimmen ihre akuten oder chronischen Krankheitsbilder beziehungsweise die Krankheitsfolgen die ergotherapeutischen Maßnahmen. Diese werden auch durch Veränderungen im sozialen Umfeld (z.B. Verlust des Lebenspartners) und der Wohnsituation (z.B. Umzug in ein neues Wohn- und Lebensumfeld) beeinflusst. Altersbedingte physiologische Funktionseinschränkungen stören das gesundheitliche Gleichgewicht, jede zusätzliche Störung oder Erkrankung ist somit eine erhebliche physische, psychische und soziale Belastung. Die Ergotherapie in der Geriatrie stellt sich diesen Besonderheiten. Hierbei werden meistens auch (pflegende) Angehörige einbezogen, beraten und angeleitet.

Die Ergotherapie ist grundsätzlich klientenzentriert ausgerichtet ist. Für jeden einzelnen Patienten werden anhand der ärztlichen Diagnose und der ergotherapeutischen Befunderhebung (Anamnese) Wege der Behandlung und Beratung, auch zur Prävention (Intervention) verfolgt – immer mit dem Ziel größtmöglicher Selbstständigkeit und Lebensqualität.

Krankheitsbilder und Diagnosen

• Neurologische Erkrankungen (z.B. Schlaganfall, Parkinson, Multiple Sklerose)
• Demenzielle Erkrankungen (z.B. Alzheimer, vaskuläre Demenz)
• Altersdepression
• Degenerative und rheumatische Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems
• Zustand nach Unfallereignissen (z.B. Frakturen), infolge von Amputationen und anderen operativen Eingriffen (z.B. der Orthopädie)

Auch bei älteren Patienten kann die ergotherapeutische Behandlung einer drohenden oder weiteren Schädigung vorbeugen (Prävention). Selbst bei einem schwerwiegenden Krankheitsverlauf kann sie alle Beteiligten unterstützen und den praktischen Umgang mit Beeinträchtigungen so fördern, dass sich insgesamt die Selbstständigkeit der Patienten, die Teilhabe am Leben und die Lebensqualität verbessert.

(Copyright: Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V.)

Demenz


Bei Demenz die Initiative ergreifen, durch häusliche Ergotherapie das Heim vermeiden
DVE Pressemeldung zum Welt-Alzheimer Tag


Menschen mit beginnender Gedächtnisschwäche zeigen oft ein ähnliches Verhalten: Sie verharmlosen ihre Erinnerungslücken und wollen sich selbst nicht eingestehen, dass sie geistig abbauen. Gerade im Anfangsstadium von Demenzerkrankungen kommt daher Angehörigen eine Schlüsselfunktion zu. „Sie können oftmals bewirken, dass Betroffene früh genug Hilfe erhalten, um sich ihre Fähigkeiten und die Selbstständigkeit länger zu bewahren. Und so deutlich länger im vertrauten Umfeld bleiben können.“, verdeutlicht Corinna Sibold, Ergotherapeutin des DVE (Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V.), warum es sich unbedingt lohnt, schon bei ersten Anzeichen von nachlassender Hirnleistung aktiv zu werden.

Es ist nicht immer eine Demenz, wenn Gedächtnisstörungen auftreten. Ebenso können ein Vitamin B12-Mangel, eine Schilddrüsenfehlfunktion oder andere Erkrankungen Gedächtnisprobleme verursachen. „Mit diesem Wissen ist es für manchen einfacher, den Partner oder Angehörige, die vergesslich werden, anzusprechen. Denn ich kann schon mal sagen, was mir auffällt und den anderen damit beruhigen, dass auch andere Gründe als eine Demenz zu Gedächtnisproblemen führen.“, bestärkt Corinna Sibold diejenigen, die solche Veränderungen an nahestehenden Personen wahrnehmen. Der Gang zum Arzt bringt Klarheit und es wird behandelt, was behandelbar ist. „Im Zweifelsfall“ sagt sie, „können Angehörige auch gemeinsam mit dem Hausarzt überlegen, wie es sich gut verpacken lässt. Oder der Hausarzt nutzt die nächste Blutkontrolle oder Routineuntersuchung, um das Thema behutsam anzusprechen.“

Aufgaben haben und gebraucht werden

Nach heutigem Stand der Wissenschaft gibt es keine Möglichkeiten, einer Demenzerkrankung vorzubeugen. Bestimmte Faktoren können jedoch den Ausbruch verzögern oder den Verlauf positiv beeinflussen. Neben einer generell gesunden Lebensweise mit ausreichend Bewegung und dem Pflegen von Sozialkontakten scheint das Wesentliche zu sein, dass Menschen sich geistig fit halten. Insbesondere dadurch, dass sie Aufgaben haben und gebraucht werden. Aus der Hirnforschung lässt sich Ähnliches ableiten: Synapsen ändern sich, wenn sie genutzt werden, wenn Menschen „ihr Hirn anstrengen“, um ihre Aufgaben zu bewältigen. Die Bedeutung von Aufgaben und die daraus resultierende Bestätigung ist einer der Kernpunkte der Ergotherapie. Ergotherapeuten stellen generell die Betätigung, also das Erfüllen von Aufgaben und Tätigkeiten, die für den Einzelnen bedeutsam sind, in den Mittelpunkt ihrer Therapie.

Kompetenz der betreuenden Angehörigen stärken

Die Ergotherapeutin Corinna Sibold hat zusammen mit ihrer Kollegin Wiebke Flotho das Konzept HED-I, ein Programm für häusliche Ergotherapie bei Demenz, entwickelt. Darin fließen alle Erkenntnisse zusammen, die Betroffenen und deren betreuenden Angehörigen das Zusammenleben in den eigenen vier Wänden ermöglichen – oft sogar so lange, dass sich eine Aufnahme ins Pflegeheim vermeiden oder deutlich hinauszögern lässt. Wie das Miteinander klappt, wenn ein Demenzkranker in der Familie lebt, liegt vor allem am Umfeld. „Es macht einen großen Unterschied, ob der Angehörige in der Lage ist, mit der für ihn oft anstrengenden Situation umzugehen oder nicht. Und wie fit und fähig sich ein Demenzkranker fühlt, hängt wesentlich davon ab, ob die betreuende Person ihm bestimmte Kompetenzen zugesteht oder ob sie ihm alles abnimmt, ob sie ihn respektiert, auch wenn Fehler passieren. Ebenso maßgeblich für ein funktionierendes Zusammenleben ist, dass wir die Aufgaben, die der Demenzkranke selbstständig ausführt, so übersichtlich gestalten, dass er nicht durcheinander kommt.“, veranschaulicht die Ergotherapeutin Sibold den gekonnten Umgang mit an Demenz erkrankten Menschen. Ergotherapeuten vermitteln daher mit viel Fingerspitzengefühl und Empathie den pflegenden Angehörigen und Betreuern Demenzkranker die nötigen kommunikativen Fähigkeiten.

Hilfe zur Selbsthilfe

Ebenso versetzen sie sie in die Lage, mit geschultem Blick die Alltagsroutinen zu beobachten. Sind es leicht zu erkennende Probleme, können Sie oftmals dank des vorangegangenen ergotherapeutischen Coachings Abläufe selbst ändern, sodass der Demenzkranke sie wieder alleine bewältigen kann. Die enge Zusammenarbeit im Haushalt der betroffenen Personen fördert das Vertrauensverhältnis zu den speziell für HED-I geschulten Ergotherapeuten in besonderem Maße. Die Klienten scheuen sich dann weniger, auch künftig um Unterstützung zu bitten, wenn es nötig ist. Und die Ergotherapeuten wiederum pflegen – sofern dies zuvor so verabredet und verordnet wurde – regelmäßigen Kontakt und erkundigen sich nach dem Stand der Dinge. Sie kümmern sich um das Wohl der Angehörigen, unterstützen sie bei der Suche nach Helfern, die je nach Bedarf stunden- oder tageweise ins Haus kommen. Oder besorgen eine Tagespflege, die mit den individuellen Besonderheiten zurechtkommt. Denn nur wenn die betreuenden Personen zwischendurch Kraft tanken, sich mit anderen Menschen beispielsweise in Selbsthilfegruppen treffen und austauschen können und dann noch Zeit für ihre eigenen Bedürfnisse finden, ist die Betreuung Demenzkranker durch Angehörige ein Erfolgsmodell.

Informationsmaterial zum Thema Demenz sowie zu den weiteren Behandlungsfeldern der Ergotherapie erhalten Interessierte bei den Ergotherapeuten vor Ort; diese sind über die Therapeutensuche zu finden. Einen interessanten Einblick in die Vorgehensweise bei HED-I vermittelt das Video auf der Homepage des Verbands www.dve.info/service/mediathek/videos.html , Ergotherapie bei Demenz.

(Copyright: Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V.)

Leistungen


· Ich verfüge über Zulassungen für alle gesetzlichen Krankenkassen, Berufsgenossenschaft.
· Wir behandeln alle Versicherte, auch Privatversicherte.
· In der Regel wird Ergotherapie von Ihrem Hausarzt / Kinderarzt oder Ihrem Facharzt, bzw. einer Fachklinik verordnet.

Wir geben Ihnen hierzu auch telefonisch Auskunft.

Weitere Angebote:
- Beratung für Eltern "Wie schulreif ist mein Kind"
- Beratung für Angehörige bei Demenz
- Gesundheitsberatung
- Lebensberatung / Krisenmanagement

Bewertungen



Behandlung


Service



Kontakt & Impressum

  • Praxis für Ergotherapie

    Elfriede Lott

    • Adresse Brühlstrasse 3, 72181 Wachendorf
    • Telefon 0 74 78 - 930 225
    • Email elfriede-lott@t-online.de


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